Was ist Eigenverbrauch? 

Seit dem 1.1.2014 ist es erlaubt, lokal produzierten Strom im eigenen Haus zu verbrauchen.
Generell gilt, dass die Profitabilität steigt:

  • Je mehr Solarstrom im eigenen Haus konsumiert wird
  • Je mehr Konsumenten an dem Solarstromverbrauch teilnehmen

Dabei ist es technisch oft nicht möglich, den kompletten Solarstrom im Gebäude zu verbrauchen, da Verbrauch und Produktion nicht exakt zur selben Zeit stattfinden. Ein exemplarischer Verlauf des Stromkonsums (blau) und der Solarstrom-Produktion (gelb) ist unten vereinfacht dargestellt. Eigenverbrauch ist nur dann möglich, wenn sich die zwei Farben überlappen. 

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Beispiel:
Herr Imboden nutzt die Kaffeemaschine und die Dusche am Morgen, wenn noch keine Sonne scheint. Am Mittag, wenn am meisten Sonnenenergie die Erde erreicht, befindet er sich bei der Arbeit, womit eine Überproduktion an Solarstrom ans Netz verkauft wird. Am Abend hingegen kann der Fernseher nicht mit Solarstrom betrieben werden, da die Sonne schon untergegangen ist, womit nun wiederum Strom vom Netz bezogen werden muss.

Würde nicht nur Herr Imboden, sondern auch 2-3 seiner Nachbarn an den Solarstrom angeschlossen, würde sich die blaue Kurve deutlich nach oben korrigieren und abgeflacht, wie in der nächsten Grafik ersichtlich. Je mehr sich die zwei Kurven überlappen, umso besser rentiert die Solar-Anlage.

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Aus diesem Grund, ist es jeweils besser, wenn sich viele Verbraucher zusammenschliessen und untereinander Abmachungen machen, wie die Berechnung und die Administration des Eigenverbrauchs geschieht. Dies muss in einer "Eigenverbrauchsgemeinschaft" (EVG) geschehen.